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Kanupolo
duelle auf dem wasser

Es gibt eine Menge Leute, die diese spektakuläre und zudem auch in Cottbus erfolgreiche Version des Kanusports noch nicht kennen. Aber auch Kanupolo ist auf dem Vormarsch und findet immer mehr Anhänger und auch Aktive, die dieses kampfbetonte und actionreiche Spiel kennen- und schätzen gelernt haben.

Die Cottbuser Polospieler haben sich in den letzten Jahren einen guten Namen im ganzen Land gemacht. Der überraschende Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Jahr 1998 kann wohl als großer Durchbruch bezeichnet werden. In den darauf folgenden Jahren kamen sie jedes Mal auf das Siegerpodest. 2001 holte die Mannschaft am letzten Spieltag nach hartem Kampf die Bronzemedaille.

Höhepunkt im Jahr 2000 war sicher die Teilnahme von Cottbuser Spielern bei der Weltmeisterschaft in Brasilien, von wo die Nationalmannschaft mit einer Bronzemedaille heimkehrte.

Im Jahr 2002 holte sich die Mannschaft in der Bundesliga einen respektablen fünften Rang. Seither konnte sich das Team in der ersten Bundesliga halten, wird aber ab 2011 aufgrund von Personalproblemen den Startplatz in der Bundesliga aufgeben.

Kanupolo ist ein Mannschaftssport, bei dem zwei Teams mit je fünf aktiven Spielern gegeneinander antreten und der auf einer Wasserfläche gespielt wird.
Dabei sitzen die Spieler in kleinen und wendigen Einerkajaks und versuchen den Ball mit der Hand oder mit dem Paddel in das gegnerische Tor zu bringen.
Kanupolo wird auf einem rechteckigen Spielfeld gespielt.

Die Tore befinden sich in der Mitte der beiden kürzeren Seiten des Spielfelds. Ein Team besteht aus maximal acht Spielern (fünf aktive und drei Auswechselspieler), die jederzeit beliebig oft eingewechselt werden können. Der Spieler, der dem Tor am nächsten ist, zählt als Torwart; dieser darf nicht angegriffen werden, solange die Angreifer im Ballbesitz sind. Die Spieldauer beträgt 2 x 10 Minuten mit einer Halbzeitpause von 3 Minuten.Die Größe des Spielfelds beträgt 23 x 35 Meter. Die 1 x 1,5 Meter großen Tore sind in 2 Meter Höhe über der Wasseroberfläche angebracht. Der Auswechselbereich befindet sich zu beiden Seiten der Tore. Die 6-Meter-Zone wird durch Markierungen an der Seitenlinie kenntlich gemacht, weitere Markierungen gibt es in 4,5 Meter Entfernung vom Tor für das Penaltywerfen. Die Spieler tragen Schwimmwesten zum Körperschutz und einen Helm mit Schutzgitter. Gespielt wird in speziellen Kajaks und mit Polopaddeln, welche robuster als gewöhnliche Paddel sind, um den hohen Anforderungen während des Spiels gerecht zu werden. Die Paddel sind aus Faserverbundwerkstoffen wie Kohlefaser oder Kevlar gefertigt, um eine hohe Stabilität bei möglichst wenig Gewicht zu erreichen. Gleiches gilt für die Poloboote, welche speziell auf Wendigkeit und Stabilität ausgelegt sind. Das Poloboot darf zwischen zwei und drei Metern lang und zwischen 0,5 bis 0,6 Metern breit sein. An Bootsspitze und Heck sind Gummipuffer angebracht, um Beschädigungen an den gegnerischen Booten und Verletzungen der Gegner zu vermeiden. Der Spieler trägt eine sogenannte Spritzdecke aus Neopren, um einen dichten Abschluss zum Boot zu haben. Dadurch wird das Eindringen von Wasser ins Boot während des Spiels weitgehend verhindert. In der Herren-Klasse wird mit einem offiziellem Poloball (Größe 5) gespielt, wie er auch von den Wasserballern benutzt wird. Er hat einen Umfang von 68,5 bis 71 cm und ein Gewicht von 400 bis 500 Gramm.

Regeln in Kürze

Der Schiedsrichter pfeift das Spiel an und wirft den Ball dann in die Mitte des Spielfeldes. Ein Spieler jeder Mannschaft versucht, in Ballbesitz zu kommen. Der Ball kann sowohl mit den Händen als auch mit dem Paddel gespielt werden. Der Spieler muss den Ball innerhalb von fünf Sekunden, nachdem er in Ballbesitz gekommen ist, wieder abspielen. Jede Berührung des Gegenspielers mit dem Paddel oder ein gefährlicher Paddelgebrauch wird geahndet. Gegner im Ballbesitz dürfen durch Schubsen an der Schulter, der Seite und dem Rücken zum Kentern gebracht werden, um in Ballbesitz zu kommen. Jeglicher Paddelkontakt mit dem Gegenspieler ist untersagt und kann zu einer Zeitstrafe führen. Um in den Ballbesitz zu kommen oder an eine Wurfposition zu gelangen, ist es erlaubt, das gegnerische Boot mit dem eigenen Boot zu verschieben. Bei einem Seitenaus, Toraus oder Eckball wird ein Freiwurf ausgeführt. Auf Regelverstöße, die ein sicheres Tor verhindern, folgt ein Penalty. Dabei steht ein Spieler des ausführenden Teams an der 6-Mete-Linie vor dem freien Tor und darf direkt versuchen ein Tor zu erzielen. Die restlichen Spieler beider Teams müssen auf der anderen Hälfte des Spielfeldes bleiben und dürfen erst nach dem Wurf wieder eingreifen. Zwei Schiedsrichter pfeifen ein Spiel. Sie werden von zwei Linienrichtern, dem Zeitnehmer und dem Protokollführer unterstützt. Die Schiedsrichter geben nach einem Regelverstoß Freiwurf für die benachteiligte Mannschaft. Je nach Schwere des Verstoßes können auch Karten gezeigt werden: Grün - Verwarnung, Gelb - zwei Minuten Zeitstrafe sowie Rot - Platzverweis bis zum Spielende und eventuell weitere Konsequenzen.